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Gesellschaften werden üblicherweise in Personen- und Kapitalgesellschaften unterteilt. Personengesellschaften sind insbesondere die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die offene Handelsgesellschaft (oHG), Kommanditgesellschaft (KG) und die stille Gesellschaft. Zu den Kapitalgesellschaften zählen die GmbH und AG. Die prägenden Unterschiede ergeben sich aus dem Gesetz. Im Gesellschaftsvertrag kann vieles individuell, teils auch abweichend zum Gesetz, vereinbart werden.

Eine Personengesellschaft ist gewöhnlich auf eine kleine Anzahl von Mitgliedern und deren unveränderte Zusammensetzung angelegt, während Kapitalgesellschaften eher von vielen Anteilseignern getragen werden. Bei Personengesellschaften stehen persönliche, oft familiäre Beteiligungsverhältnisse im Vordergrund (Karl Müller & Söhne oHG), während bei der Kapitalgesellschaft in der Regel die Höhe der eingezahlten Kapitalbeträge die Grundlage für die Entscheidungsbefugnisse und die Gewinnverteilung in der Gesellschaft bildet (Telekom AG). Änderungen im Gesellschafterbestand bedürfen bei der Personengesellschaft in der Regel der Zustimmung der anderen Gesellschafter, bei der Kapitalgesellschaft im Zweifel nicht.

Die Personengesellschaft benötigt keine besonderen Organe. Grundsätzlich werden die Gesellschafter selbst für die Gesellschaft tätig (Selbstorganschaft). Sie sind „Mädchen für alles“. Bei der Kapitalgesellschaft gibt es hingegen die Mitgliederversammlung und die Geschäftsführung (GmbH) oder den Vorstand (AG). Die Mitglieder der Geschäftsführung sind nicht immer zugleich auch Gesellschafter. Die Entscheidungsfindung erfolgt bei der Personengesellschaft meist nach dem Einstimmigkeitsprinzip, bei der Kapitalgesellschaft grundsätzlich nach dem Mehrheitsprinzip.

Ein entscheidender Unterschied besteht darin, dass Kapitalgesellschaften juristische Personen sind. Dies bedeutet, dass sie wie eine natürliche Person rechtsfähig sind, also Träger von Rechten und Pflichten sein können. Personengesellschaften sind hingegen keine juristischen Personen. Allerdings hat der Gesetzgeber der oHG und KG, nicht aber der GbR, die Fähigkeit verliehen, dennoch Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Dies hat zur Folge, dass sie unter ihrer Firma Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen, Eigentum an Grundstücken erwerben und vor Gericht klagen und verklagt werden kann. Über ihr Vermögen kann selbstständig das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Den Gläubigern einer Kapitalgesellschaft haftet nur das Gesellschaftsvermögen. Anders als die Gesellschafter einer Personengesellschaft haften die Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft nicht mit ihrem Privatvermögen. Deshalb ist der Bestand des Gesellschaftsvermögens und dessen Erhaltung für die Gläubiger der Kapitalgesellschaft besonders wichtig. Dies kommt u.a. im Kapitalerhaltungsgebot und in der Insolvenzantragspflicht zum Ausdruck.

Weitere Unterschiede bestehen darin, dass die Kapitalgesellschaft als juristische Person ihre Rechtsfähigkeit erst mit der Eintragung ins Handelsregister erlangt. Bei der Persongesellschaft entsteht diese bereits mit dem Gründungsakt.

Steuerlich besteht der Unterschied darin, dass eine oHG keine Einkommensteuer zahlt. Ihr Gewinn und Verlust wird den Gesellschaftern direkt zugerechnet. So haben die OHG-Gesellschafter auf die Gewinne Einkommensteuer zu zahlen, die ihnen aus ihrer Gesellschaftsbeteiligung zufließen. Bei der Kapitalgesellschaft hingegen werden sowohl die Gesellschafter als auch die Gesellschaft selbst besteuert, so dass es zu einer Doppelbelastung kommt. Die Kapitalgesellschaft unterliegt mit ihrem Gewinn der Körperschaftsteuer. Die sodann an ihre Anteilseigner ausgeschütteten Gewinne unterliegen der Einkommensteuer.